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Querstrich

NEU !

Manchmal kann man es nicht mehr hören oder sehen: NEU! Von vielen Verpackungen schreien uns diese drei Buchstaben an. Nun, zum neuen Jahr findet sich das Wort auch auf diesem Mitteilungsblatt – in Klammern gesetzt, aber immerhin:
Seit dem 1. Januar 2017 gibt es die neue Evangelische Johannesgemeinde. Die alte, 1894 gegründete Johannesgemeinde und die in den 30er- Jahren gegründete Christusgemeinde haben sich vereinigt. Diesen Schritt haben die Gemeindekirchenräte im Herbst 2015 vor allem deshalb beschlossen, um die kirchlichen Strukturen im Johannes- und Freiimfeldeviertel den Gegebenheiten anzupassen, die vor allem durch den Mitgliederrückgang der vergangenen Jahrzehnte entstanden sind.
Also ist die neue Johannesgemeinde nur ein Verwaltungsschritt? Ja und nein. Ja, weil sich in der Leitung und Verwaltung das meiste ändert: Es gibt nur noch einen GKR (zusammengesetzt aus den gewählten Ältesten), es gibt nur einen Haushalt und die gemeinsame Verantwortung für das Vermögen und die Gebäude. Und Nein: Es geht vor allem darum, wie wir unsere Aufgaben unter den sich immer wieder verändernden Bedingungen erfüllen können: Wie leben wir als Gemeinde von Christinnen und Christen in der Stadt? Wie wird unseren Mitmenschen deutlich, was uns trägt? Wie geben wir Gottes Liebe weiter? Wie können Menschen erkennen, dass der Glaube Freiheit schafft und nicht Bevormundung? Das sind keine neuen Fragen. Sie stellen sich auch nicht erst seit der Entkirchlichung in unserer Landschaft.
Die Jahreslosung für das neue Jahr spricht in unsere Situation – auch hier geht es um etwas Neues: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (Hesekiel 36,26). So können wir es in der Einheitsübersetzung lesen. Luther hat nur das Verb anders übersetzt: geben statt schenken.
Ursprünglich ist das Wort zu den deportierten Israeliten etwa 550 Jahre vor Christus gesagt worden. Ein neues Herz bedeutet hier: neuer Verstand, neue Vernunft, neue Einsicht, neues Bewusstsein, neues Gedächtnis, neues Wissen, neues Nachdenken, neues Urteilen, neue Orientierung. Dazu den neuen Geist, die Kraftleitung zu Gott, die neue Fähigkeit, mit Gott Kontakt zu haben, vor allem auch dann, wenn Entwicklungen nicht mit unseren Vorstellungen von „gottgewollt“ in Einklang zu bringen sind.
Das größte Geschenk, das uns der Vater im Himmel je gemacht hat, haben wir gerade gefeiert und versucht, es mit unseren Geschenken widerzuspiegeln: Christus. Das Siegel der neuen Johannesgemeinde zeigt sein Zeichen. Durch Christus haben wir eine neue Perspektive auf unser Leben und eine neue Orientierung: Leben ist nicht nur die Spanne zwischen Geburt und Tod, ist nicht nur Essen und Trinken, ist nicht nur das Kleinklein des Alltags nach den Feiertagen.
Leben ist ein Verheißungsweg, der über Tod und Ende hinausführt. Er führt hin zu einem letzten NEU, das von dem gesprochen wird, der uns in seinen Händen hält: Siehe ich mache alles neu.

Karsten Müller
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Impressum & letzte Änderung am 28.11.2016 durch webmaster